W 3-Professur für "Computational Social Science" (m/w/d)
Die Professur ist im Fachbereich Psychologie angesiedelt und in ein interdisziplinäres Forschungsumfeld an der RPTU eingebunden, das sich mit gesellschaftlicher Kommunikation in Zeiten multipler Krisen und digitaler Transformation beschäftigt (Potentialbereich SCOPE). Im Fokus stehen digitale Öffentlichkeiten, soziale Medien, politische Kommunikation, Desinformation sowie die Rolle algorithmischer und KI-basierter Systeme in gesellschaftlichen Prozessen. Die Professur soll zudem maßgeblich an der Initiative AI, Computing and Society (AICS) mitarbeiten, die von der RPTU in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (MPI-SWS) in Kaiserslautern sowie in Kooperation mit der Initiative Societal Observatory Using Novel Data Sources (SOUNDS) an der Universität des Saarlandes getragen wird.
Ihr Aufgabengebiet:
Gesucht wird ein/e Wissenschaftler:in, deren bzw. dessen Forschung zentrale Fragestellungen der Sozial-, Verhaltens-, und/oder Kommunikationswissenschaften mithilfe computergestützter, quantitativer und datenintensiver Methoden untersucht. Die oder der erfolgreiche Kandidat:in soll das Fach Computational Social Science in Forschung und Lehre international sichtbar vertreten. Die Professur soll an Anträgen für koordinierte Forschungsverbünde mitwirken. Erwartet werden zudem die Betreuung von Nachwuchswissenschaftler:innen sowie ein aktiver Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit der RPTU in der Computational Social Science.
Die Lehraufgaben ergeben sich u.a. aus dem Curriculum des in Planung befindlichen Master-Studiengangs Democracy, Communication and Technology (DCT).
Unser Anforderungsprofil:
Von den Bewerberinnen und Bewerbern werden neben entsprechender wissenschaftlicher Qualifikation besondere didaktische Fähigkeiten und Erfahrung in der Lehre erwartet. Die RPTU begrüßt ausdrücklich Bewerbungen von Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen, die die im Weiteren genannten Kriterien erfüllen.
Vorausgesetzt werden:
- Promotion in Informatik, Data Science, Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Politikwissenschaft oder einem eng verwandten Fachgebiet. Willkommen sind sowohl Kandidat:innen mit einem Hintergrund in Informatik/Data Science und starker sozialwissenschaftlicher Ausrichtung als auch Bewerber:innen aus sozialwissenschaftlichen Disziplinen mit ausgewiesener IT- und Methodenkompetenz;
- international sichtbare Forschungsleistungen im Bereich Computational Social Science mit Bezug zu den oben genannten inhaltlichen Schwerpunkten der Professur (gemäß § 49 Abs. 2 HochSchG);
- erfolgreiche Einwerbung von kompetitiven Drittmitteln als Principal Investigator;
- einschlägige Lehrerfahrung mit Bezug zu den oben genannten inhaltlichen Schwerpunkten der Professur sowie sehr gute didaktische Fähigkeiten. Unterrichtssprachen sind Englisch und Deutsch. Bewerber:innen sollten in der Lage sein, spätestens nach fünf Jahren Lehrveranstaltungen in beiden Sprachen anzubieten;
- Führungserfahrung ist wünschenswert (relativ zum Karrierealter).
Erwartet wird ein eigenständiges Forschungsprogramm, das fortgeschrittene computergestützte Methoden mit klar sozial- und verhaltenswissenschaftlich verankerten Fragestellungen, Theorien und Methoden verbindet, z.B. in einem oder mehreren der folgenden Bereiche: digitale politische oder gesellschaftliche Kommunikation (z.B. Desinformation); Natural Language Processing, Large Language Models und KI-gestützte Methoden der empirischen Sozialforschung; multimodale Analysen; mit Umfragedaten verknüpfte digitale Spurdaten.
Im Einklang mit dem Leitbild der RPTU misst der Fachbereich Psychologie der Transparenz und Reproduzierbarkeit sozialwissenschaftlicher Forschung großen Stellenwert bei und erwartet, dass Bewerber:innen darstellen, inwieweit sie Open-Science-Praktiken (beispielsweise Präregistrierung, Open Data, Open Materials) in Forschung und Lehre umsetzen.
Das Land Rheinland-Pfalz und die RPTU vertreten ein Betreuungskonzept, bei dem eine hohe Präsenz der Lehrenden am Hochschulort erwartet wird. Neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen gelten die in § 49 des Hochschulgesetzes Rheinland-Pfalz geregelten Einstellungsvoraussetzungen.
Die RPTU steht für die Vielfalt aller Beschäftigten. Wir begrüßen Bewerbungen von allen Interessierten, unabhängig von deren ethnischer und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Geschlecht, Behinderung und sexueller Orientierung oder Identität. Schwerbehinderte und diesen gleichgestellte behinderte Menschen werden bei entsprechender Qualifikation und Eignung bevorzugt eingestellt (bitte der Bewerbung einen Nachweis über die Schwerbehinderung/Gleichstellung beifügen).
Die RPTU strebt in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an. Bewerbungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland sind ausdrücklich erwünscht.