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Psychologin oder Psychologe (m/w/d) (Diplom / M. Sc. Psych. aufbauend auf B. Sc. Psych.)

Psychologin oder Psychologe (m/w/d) (Diplom / M. Sc. Psych. aufbauend auf B. Sc. Psych.)

An der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Zentrum für polizeipsychologische Dienste und Services eine unbefristete Stelle als

Psychologin oder Psychologe (m/w/d)
(Diplom / M. Sc. Psych. aufbauend auf B. Sc. Psych.)

im Hauptsachgebiet 2 – Einsatzunterstützung, Sachgebiet 22 – im Kompetenzzentrum Kommunikation und Krisenmanagement zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt in die Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst des Landes Hessen (TV-H). Der Dienstort ist Wiesbaden.

Die Hochschule
Die Hochschule bildet in zwei Fachbereichen an den vier Campus Gießen, Kassel, Mühlheim und Wiesbaden den Nachwuchs des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes und des gehobenen Polizeivollzugsdienstes sowie die zugelassenen Tarifbeschäftigten des Landes, der Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstigen der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts aus und fort. Darüber hinaus nimmt die HöMS als Auftragsangelegenheit die Fortbildung der Beschäftigten der hessischen Landesverwaltung sowie als polizeiliche Aufgaben nach dem Hessischen Gesetz für die öffentliche Sicherheit und Ordnung die Fortbildung aller Polizeibediensteten des Landes, das Nachwuchsmanagement und die Einstellung von Polizeianwärterinnen und -anwärtern, die Beratung und Unterstützung der Polizeibehörden, die Leistung polizeipsychologischer Dienste, die Mitwirkung bei der Fortentwicklung polizeilicher Führungs- und Einsatzmittel und die Verantwortlichkeit für die Koordinierung und Durchführung internationaler polizeilicher Ausbildungs- und Ausstattungshilfe wahr.

Im Zentrum für polizeipsychologische Dienste (ZPD), Sachgebiet 22, befindet sich die Kompetenzstelle Kommunikation und Krisenmanagement. Den Themen der psychologischen Einsatzunterstützung in Bezug auf Kommunikation und Krisenmanagement kommen insbesondere aufgrund aktueller gesellschaftlicher Zuspitzungen und Polarisierungen in Form von komplexen, herausfordernden, medial stark beachteten und nicht zuletzt gefährlichen Einsatzlagen wachsende Bedeutung zu. An Entscheidungsträgerinnen und -träger und Einsatzkräfte werden in Hochstresssituationen allerhöchste Anforderungen gestellt. Vor diesem Hintergrund ist geplant, das Kompetenzzentrum Kommunikation und Krisenmanagement im Zentralen Polizeipsychologischen Dienst durch eine weitere Psychologin / einen weiteren Psychologen zu verstärken.

Ihre Aufgaben

  • psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) von Einsatzkräften nach Stress- und Belastungssituationen, insbesondere auch für Spezialeinheiten/Spezialkräfte
  • in polizeilichen Großlagen von besonderer Bedeutung Verantwortungsübernahme im Einsatz-/Unterabschnitt EA Betreuung / Psychosoziale Unterstützung
  • Beratung und Unterstützung polizeilicher Entscheidungsträgerinnen und -träger vor und im Einsatz sowie Einsatzkräfte, insbesondere Spezialeinheiten und spezialisierte Kräfte, vor oder während Einsatzlagen mit den Schwerpunkten Lageanalyse, kommunikativer Verhaltensmodifikation und Krisenmanagement beispielhaft: situationsbezogene Personen- und Interaktionsanalysen, einsatzbezogene Kommunikationswirkungsanalysen und -konzepte
  • Konzeption und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen in den genannten Schwerpunktbereichen in Form von Vorträgen, Verhaltenstrainings und Workshops für unterschiedliche Zielgruppen, inklusive Spezialeinheiten / Spezialkräfte
  • Unterstützung in der Fachkoordination polizeilicher Zielgruppen hinsichtlich der aufgeführten einsatzpsychologischen Themenstellungen

Des Weiteren sind auch übergeordnete Aufgaben des Zentralen Polizeipsychologischen Dienstes wahrzunehmen. Die Bereitschaft, auch außerhalb der üblichen Bürozeiten Dienste zu verrichten und Bereitschaftsdienst zu übernehmen, wird erwartet.

Sie bringen mit:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie (Diplom / M. Sc. aufbauend auf B. Sc.)
  • Weiterbildung im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV), insbesondere für Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr / Ausbildung im Bereich der psychologischen Akutintervention
  • Erfahrung in der Wahrnehmung von psychologischen Stabilisierungs-/Betreuungs- und Beratungsaufgaben, insbesondere vor, während und nach Einsatzsituationen
  • Kenntnissse zu deeskalativer Kommunikation mit Einsatzbezug auf verschiedenen Kommunikationsebenen
  • Fähigkeit zur /und Erfahrung in der spezifischen Erschließung und Erstellung von anwendungsrelevanten psychologischen Konzepten, insbesondere für Einsatzkräfte
  • Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung von Schulungen (fachliche und didaktische Fähigkeiten)
  • ausgeprägte Teamfähigkeit, hohe soziale Kompetenz und sehr gute Kommunikationsfähigkeit
  • Entschlusskraft, sicheres Auftreten und Flexibilität
  • Handlungsorientierung und Ambiguitätstoleranz
  • Freude an der Arbeit in dynamischen, herausfordernden Situationen
  • Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung
  • physische und psychische Bereitschaft, auch in länger andauernden und herausragenden Belastungssituationen gezielt und umsichtig zu agieren
  • gute Computerkenntnisse und sehr gute Kenntnisse im Umgang mit dem Microsoft Office Paket, wissenschaftlicher Software und MindManager

Wünschenswert sind:

  • Kenntnisse über wissenschaftliche Grundlagen zu

o Deeskalation und sozialpsychologische Aspekte von Massen-, Inter- und Intragruppenverhalten
o zielgerichteter Sprachgebrauch nach außen und innen
o Panikprävention / Crowd Management
o Krisenkommunikation / -management
o Medienkompetenz, insb. Soziale Medien
o Krisenverhandlungen, Verhandlungen mit Personen unter Hochstress / Psychisch Erkrankten / Gewalttätern
o Täter- und Opfereinschätzungen in Hochstress-/ und Ad hoc Situationen, insbseosndere in Bezug auf Aspekte der Eigen- und Fremdgefährdung (Suizidalität und Gewaltrisiko)
o Psychologie der Entscheidungsfindung in Krisensituationen, auch in Stäben
o Modelle der Handlungskompetenz und Ansätze mentalen Trainings
o PSNV im Kontext von größeren Gefahren- und Schadenslagen, Katastrophen, anderen polizeilichen Großlagen

  • Erfahrungen in den zuvor genannten Handlungsfeldern
  • Expertise in wissenschaftlichem Arbeiten (insbesondere wissenschaftlicher Auswertung und Evaluation, gute Statistikkenntnisse)
  • Kenntnisse der Arbeitsweisen und Strukturen der Länderpolizeien bzw. polizeiähnlicher Strukturen aufgrund praktischer Erfahrung
  • Kenntnisse über wissenschaftliche Grundlagen zu Ursachen und Dynamiken von Gewaltentstehung
  • Erfahrung in der Bewertung von Gefährdungslagen und in der Risikoeinschätzung
  • Kenntnisse der Arbeitsweisen und Strukturen der Länderpolizeien bzw. polizeiähnlicher Strukturen aufgrund praktischer Erfahrung

Zudem wird die Bereitschaft zur Teilnahme an einer Sicherheitsüberprüfung nach dem Landessicherheitsüberprüfungsgesetz (HSÜVG) erwartet.

Wir bieten Ihnen:

  • eine vielfältige Tätigkeit mit Gestaltungsspielraum und der Möglichkeit, an Fortbildungen zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung teilzunehmen
  • Familienfreundlichkeit, die Hochschule ist mit dem Gütesiegel „Familienfreundliche Hochschule Land Hessen“ ausgezeichnet
  • Möglichkeit von Homeoffice
  • individuelle Gleitzeitregelungen
  • grundsätzlich einen ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplatz sowie ein hochschulisches Gesundheitsmanagement
  • umfangreiches Sport-Angebot
  • freie Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) entsprechend der in der hessischen Landesverwaltung getroffenen Vereinbarungen: Mit dem Landesticket Hessen können Sie kostenlos in ganz Hessen fahren sowie in mehrere angrenzende Gebiete, wie etwa Mainz, Eberbach oder Warburg
  • Ergänzung der gesetzlichen Rente durch eine zusätzliche Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
  • Jahressonderzahlung und für Tarifbeschäftigte zusätzlich Kinderzulage nach dem TV-H
  • Sicherheit eines Arbeitsplatzes im öffentlichen Dienst

Rahmenbedingungen
Wir begrüßen Bewerbungen von allen Menschen, unabhängig von deren Geschlecht und geschlechtlichen Identität, ethnischer Herkunft und Nationalität, Alter, Religion und Weltanschauung, Behinderung, sexuellen Orientierung und Identität oder sozialen Herkunft. Eine generelle Erhöhung des Frauenanteils in allen Bereichen und Positionen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, wird angestrebt. Die Bewerbungen von qualifizierten Frauen sind daher besonders erwünscht. Menschen mit Behinderungen i. S. d. § 2 Abs. 2 SGB IX werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ehrenamtliches Engagement wird in Hessen gefördert. Sofern Sie ehrenamtlich tätig sind, wird gebeten, dies in den Bewerbungsunterlagen anzugeben. Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich.

Bitte bewerben Sie sich unter der Kennziffer HöMS 33-25/2024 bis zum 5. Mai 2024 über das Portal des Landes Hessen: https://stellensuche.hessen.de/unreg/index.html#/Stellendetail/0050568426A61EEEBDE6EB5AF7039F15

Es wird gebeten, von Bewerbungen per Post oder per Mail abzusehen. In begründeten Ausnahmefällen (z. B. eine Sehbehinderung) ist auch eine Übersendung der Bewerbung auf dem Postweg an die

Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit
Schönbergstr. 100
65199 Wiesbaden

oder per E-Mail an stellenausschreibungen@hoems.hessen.de (eine PDF-Datei) möglich. Eine Rücksendung von Bewerbungsunterlagen und Mappen erfolgt jedoch nicht.

Die Erfassung und Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens erfolgt auf der Grundlage des § 23 des Hessischen Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzes (HDSIG). Informationen im Hinblick auf die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten gemäß Art. 13 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 (Datenschutz-Grundverordnung) finden Sie unter https://hoems.hessen.de/stellenangebote.

Für Rückfragen rund um Ihre Bewerbung steht Ihnen Frau Weber (Tel.: 0611/3256 8330, E-Mail: stellenausschreibungen@hoems.hessen.de) zur Verfügung. Für fachliche Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Schenk (0611 /3256-6200 oder -6010), Frau Von Zezschwitz (Tel.: 0611/3256-6221 oder -6010) oder Herrn Bornhausen (Tel.: 0611/3256-6220 oder -6010).

mailto:stellenausschreibungen@hoems.hessen.de

Psychologin oder Psychologe (m/w/d) (Diplom / M. Sc. Psych. aufbauend auf B. Sc. Psych.)

Wiesbaden
Vollzeit, Unbefristete Festanstellung, Homeoffice/Mobiles Arbeiten
Bachelor-Abschluss, Master-Abschluss, Diplom-Abschluss
Kenntnisse 
psychosozialen Notfallversorgung (PSNV)

Veröffentlicht am 07.05.2024

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