Wissenschaftlicher Mitarbeiter (100 %) am Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung in einem Forschungsprojekt zu Gewalt an Bahnbeschäftigten
Das DZSF sucht für den Standort Bonn ab Oktober 2026 eine Hochschulabsolventin oder einen Hochschulabsolventen zur Bearbeitung des nachfolgenden Themas im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Promotion:
Gewalt im Bahnverkehr aus der Perspektive von Täterinnen und Tätern
Es ist eine auf drei Jahre befristete Einstellung zum Zweck der Promotion im Rahmen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitG) in Vollzeit bis Vergütungsgruppe TVöD E13 vorgesehen. Die Durchführung der Promotionsarbeit wird in Kooperation mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld erfolgen. Als Dienstort ist Bonn vorgesehen.
Eine zentrale Herausforderung des bisherigen Forschungsstands zu Gewalt im Bahnverkehr besteht darin, dass sich das Wissen vor allem aus Opferbefragungen und objektiven Deliktzahlen speist. Weitgehend unerforscht ist hingegen die Perspektive (potenzieller) Täterinnen und Täter. Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll die Perspektive von Täterinnen und Tätern untersucht werden und mit bevölkerungsrepräsentativen Befragungen kombiniert werden, um auch das generelle Aggressionsniveau im Kontext des Bahnverkehrs zu erfassen. Im Fokus stehen Interaktionsdynamiken, Raum- und Kontrollstrukturen, die Gewalthandlungen begünstigen. Auf dieser Grundlage sollen präventive Ansatzpunkte identifiziert und für die Beratung von Politik, Sicherheitsbehörden und Bahnbranche nutzbar gemacht werden.
Aufgaben und Themenfelder
Im Rahmen der Promotion ist eine selbständige und zielgerichtete wissenschaftliche Arbeit erforderlich. Vorgehensweisen und Arbeitsaufgaben werden in Abstimmung mit den betreuenden Personen aufgestellt, eigenverantwortlich umgesetzt und mit Fachexperten der Branche diskutiert. Eine individuelle Schwerpunktsetzung ist dabei möglich und erwünscht.
Abhängig einer individuellen Schwerpunktsetzung zählen dazu folgende Aufgaben:
- · Konzipieren und Durchführen quantitativer und/oder qualitativer Studien, inkl. Umfassender Datenanalyse
- · Literatur- und Dokumentenanalysen
- · Netzwerkarbeit mit der Branche und Wissenschaft
- · Unterstützung bei weiteren, thematisch zugehörigen Projekten am DZSF und dem IKG
- · Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf Fachveranstaltungen und in Publikationen
- · Aufbereitung der Forschungsergebnisse zur Beratung von Politik, Sicherheitsbehörden und Branche
Interessen und Qualifikation
Wir suchen für die Bearbeitung des Themas eine/n interessierte/n und überdurchschnittlich engagierte/n Absolventin/en, die bzw. der die prinzipiellen Zugangsvoraussetzungen für eine Promotion erfüllt und idealerweise über folgende Interessen und Qualifikationen verfügt:
- · Masterabschluss in Sozialwissenschaften, Soziologie, Sozialpsychologie oder eines verwandten Fachs
- · Leidenschaft für die Erforschung von aktuellen und gesellschaftlich relevanten Themen im Bereich Bahn und Gesellschaft
- · Erfahrungen in der Konzeption, Durchführung und Datenanalyse von quantitativen und/oder qualitativen Studien
- · Vorwissen im Bereich der Konflikt- und Gewaltforschung
- · Sicherer Umgang mit Statistikpaketen (Stata, R, Python)
- · Sehr gutes Deutsch und Englisch in Wort und Schrift
- · Routinierter Umgang mit Office-Software und einschlägigen wissenschaftlichen Softwareprodukten
- · Interesse an der Arbeitsweise einer Ressortforschungseinrichtung des Bundes
- · Bereitschaft zum Reisen, v.a. zum Kooperationspartner an der Universität Bielefeld
Weitere Infos unter: https://www.dzsf.bund.de/DZSF/DE/DasDZSF/Karriere/Nachwuchswissenschaftler/function/2026_promotionsstelle_FB82_2.pdf?__blob=publicationFile&v=3